Dankbarkeit in 2024

Ein wichtiges Tool in meinen Coachings ist das Thema Dankbarkeit. Sehr häufig halten wir uns im Alltag stärker an negativen Erfahrungen, Feedback und Situationen fest, die uns peinlich oder unangenehm erscheinen. Positives Feedback, schöne Erfahrungen, insbesondere die kleinen, guten Momente, die es eigentlich jeden Tag gibt, gehen häufig unter.
Unsere Wahrnehmung zu trainieren, dass wir diese positiven Momente wieder sehen, bewusst reflektieren und dankbar sind für schöne Erlebnisse – sei es ein kurzes Dankeschön, ein nettes Gespräch oder vielleicht auch ein leckeres Essen – kann helfen, unsere Stimmung positiv zu beeinflussen und besser mit Stress umzugehen, um sich ausgeglichener zu fühlen.
Unser Gehirn ist wohl nicht darauf ausgelegt, gleichzeitig negative Gefühle wie Scham, Frust, Wut, Angst und Dankbarkeit zu empfinden. Das Dankbarkeitstraining war auch Teil meines ersten Coachings, das ich als Coachee vor meiner Ausbildung gemacht habe. In dieser Phase war ich sehr gestresst und belastet. Das Training hat mir unglaublich geholfen, aus der Negativspirale herauszukommen und weniger Zeit damit zu verbringen, mich mit meinen Kolleginnen und Kollegen überall über negative Erfahrungen aufzuregen. Das schweißt zwar in schwierigen Zeiten bestimmt auch zusammen, aber ist nicht hilfreich für eine produktive und lösungsorientierte Arbeitsumgebung.
Ich konnte durch das Dankbarkeitstraining mit meinem Ärger viel besser umgehen, war entspannter und konnte mich mehr darauf konzentrieren, was für mich wichtig ist und mir guttut. Seitdem versuche ich in regelmäßigen Abständen auch selbst meinen Dankbarkeitsmuskel zu trainieren.
Grundsätzlich ist es sinnvoll, das Dankbarkeitstraining zu einer regelmäßigen, das heißt täglichen und wöchentlichen, Routine zu machen, um zu lernen, auch die ganz kleinen positiven Dinge wieder zu sehen, die sonst im Alltagsstress untergehen. Aber ich finde auch, dass das Jahresende dazu einlädt, sich zu überlegen, was in diesem Jahr eigentlich alles positiv war und wofür wir dankbar sind.
Bei mir sind es in diesem Jahr eine ganze Reihe an tollen Gesprächen, die ich geführt habe – sowohl in der Zeit, in der ich mich auf meine Kündigung vorbereitet habe, in meiner Sommerpause und der Neuorientierung, als auch in Bezug auf meine Entscheidung, mich selbstständig zu machen und der Gründung selbst. Ich hatte tolle Gespräche mit Kolleg*innen, Freund*innen, meiner Familie, Selbstständigen aus meinem Netzwerk und vielen tollen Frauen aus dem nushu Female Business Network. In diesen Gesprächen habe ich viel Unterstützung bekommen, wichtiges Feedback, sehr konkrete Tipps, Hilfestellung und konnte von den Erfahrungen anderer profitieren.
Das alles hat dazu beigetragen, dass ich mich für die Selbstständigkeit entschieden habe und mich nun in dieses große, spannende Experiment begebe.
Ich bin außerdem dankbar, dass ich mir meine Sommerpause gegönnt habe und sie auch tatsächlich durchgehalten habe. Damit habe ich mir Zeit gegeben, mich dieses Jahr richtig zu entspannen und mich nicht nur gegen meinen angestellten Job, sondern auch bewusst für die Selbstständigkeit zu entscheiden.
Der Sommer in Skandinavien war außerdem einfach ganz wunderbar, und ich denke immer noch sehr gerne an die vielen Zimtschnecken zurück 😊 Auch die Besuche in Madrid, Hamburg, Berlin, Karlsruhe, im Allgäu, die Geburtstagsfeier meiner Schwester, das Tanten Wochenende, das Yoga Retreat und die Yogaausbildung mit tollen Begegnungen, neue Freundschaften, Fußballspiele, Podcastaufnahmen, viele Sonntagstreffen mit leckerem Essen unterm Haselnussstrauch, Picknick am See, SUP Tour, meinen Bus, Wiedersehen mit vielen tollen Menschen, und auch das verregnete Festivalwochenende sind tolle Erinnerungen, für die ich sehr dankbar bin.
Ich hoffe also, dass ich dieses spannende Jahr mit entspannten Feiertagen und einem tollen Konzertbesuch abschließen kann und freue mich auf viele kleine und große schöne Momente in 2024 erwarten.
Für was bist du in diesem Jahr dankbar?
#dankbarkeit #jahresrückblick #schönemomente
Der Sommer ist da – und mit ihm eine seltene Gelegenheit: Der Kalender wird etwas leerer, Meetings werden verschoben, und das Tempo im Arbeitsalltag verlangsamt sich etwas. Für viele Führungskräfte ist das zunächst ungewohnt. Denn wer sonst im Hochleistungsmodus unterwegs ist, erlebt die plötzliche Ruhe nicht selten als Herausforderung – oder vielleicht auch als Einladung. Einladung wozu? Zum Nachdenken und Reflektieren. Und vielleicht auch zum Neuausrichten. In meiner Arbeit mit Führungskräften erlebe ich immer wieder: Die wirklich wichtigen Fragen stellen sich nicht zwischen zwei Calls oder im vollen Terminkalender. Sie tauchen auf, wenn es ruhiger wird. Und genau diesen Raum bietet der Sommer – wenn wir ihn bewusst nutzen. Warum gerade jetzt? Die Sommermonate sind nicht nur eine Zeit der Erholung, sondern auch eine Phase, in der wir mit etwas Abstand auf das erste Halbjahr blicken können. Was hat mir Energie gegeben? Was hat Kraft gekostet? Was darf sich verändern? Gerade für Menschen in Verantwortung ist es essenziell, regelmäßig innezuhalten – nicht erst, wenn der Körper oder die Psyche ein Stoppschild setzen. Der Sommer kann ein wertvoller Moment sein, um sich selbst wieder stärker in den Blick zu nehmen. Reflexionsimpulse für den Sommer Hier findest du einige Fragen, die dich in dieser Zeit begleiten können. Vielleicht nimmst du dir eine Stunde, vielleicht nur zehn Minuten – wichtig ist, dass du ehrlich mit dir selbst bist: Wo stehe ich gerade – beruflich und persönlich? • Was läuft gut? • Was kostet mich (zu viel) Energie? • Was habe ich in den letzten Monaten über mich gelernt? Was möchte ich loslassen? • Gibt es Aufgaben, Rollen oder Erwartungen, die nicht mehr zu mir passen? • Welche Routinen oder Denkweisen darf ich hinter mir lassen? Was wünsche ich mir für die zweite Jahreshälfte? • Welche Ziele sind mir wirklich wichtig? • Was möchte ich stärken – in mir, in meinem Team, in meiner Führung? Wie sorge ich für mich selbst – nicht nur im Urlaub, sondern im Alltag? • Welche kleinen Rituale tun mir gut? • Wie kann ich Pausen besser in meinen Führungsalltag integrieren? Einladung zum Austausch Diese Fragen sind ein Anfang. Vielleicht hast du eigene Wege gefunden, im Sommer innezuhalten und dich neu auszurichten. Wenn du dich dazu austauschen möchtest, teile deine Gedanken gerne auf LinkedIn oder melde dich gerne für einen persönlichen Austausch.

LEGO® SERIOUS PLAY® ist mehr als nur eine kreative Workshopmethode – es ist ein echter Gamechanger für komplexe Themen, Teamprozesse und Change-Projekte. Beim Barcamp von hello agile in Berlin durfte ich nicht nur spannende Sessions erleben, sondern auch selbst eine geben. In diesem Artikel teile ich meine wichtigsten Learnings, zeige, wie ich die Methode aktuell einsetze und wie ich sie zukünftig nutzen möchte. Was ist LEGO® SERIOUS PLAY®? LEGO® SERIOUS PLAY® (kurz: LSP) ist eine moderierte Methode zur Problemlösung, Strategieentwicklung und Teambildung. Ursprünglich von LEGO® in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen entwickelt, basiert sie auf Erkenntnissen aus Psychologie, Systemtheorie und Konstruktivismus. Die Idee: Durch das Bauen von Modellen mit LEGO®-Steinen werden Gedanken sichtbar, greifbar und diskutierbar – und das auf eine Weise, die alle Beteiligten einbezieht. Die Methode eignet sich besonders gut, um: • komplexe Themen zu strukturieren, • gemeinsame Visionen zu entwickeln, • Teamdynamiken sichtbar zu machen, • und kreative Lösungen zu fördern. Aktuell nutze ich LEGO® SERIOUS PLAY® in Workshops zu Themen wie zum Beispiel: • Change Management (z. B. Einführung neuer Arbeitskonzepte) • Führung im Tandem • Feedbackkultur und Teamreflexion • Check-ins und Energizer Was mich an der Methode begeistert? Sie ist schnell, tiefgründig und inklusiv. In kurzer Zeit entstehen greifbare Ergebnisse, eine gemeinsame Sprache und echte Aha-Momente. Meine Highlights vom LEGO® SERIOUS PLAY® Barcamp in Berlin Das Barcamp war ein echtes Feuerwerk an Inspiration. Besonders beeindruckt hat mich die Vielfalt der Teilnehmenden und Einsatzkontexte. Ich habe unter anderem Sessions besucht zu: • LEGO® SERIOUS PLAY® in Großgruppen – spannende Ansätze zur Skalierung der Methode • Interkulturelle Aspekte bei internationalen Workshops • Energizer-Formate mit der Community – direkt ausprobiert und für gut befunden! Ein persönliches Highlight war die Session zur Persönlichkeitsanalyse mit LEGO® SERIOUS PLAY®. Es war super direkt auszuprobieren, wie Persönlichkeitsmerkmale durch LSP Modelle sichtbar gemacht werden können. Das passt perfekt zu meiner eigenen Arbeit – denn ich nutze den LINC Personality Profiler (LPP) für Persönlichkeitsanalysen und sehe großes Potenzial, ihn künftig mit LEGO® SERIOUS PLAY® zu kombinieren. Meine eigene Session: Performance Management mit LEGO® SERIOUS PLAY® Ich hatte auch die Gelegenheit, selbst eine Session zu gestalten. Darin habe ich gezeigt, wie ich LEGO® SERIOUS PLAY® in der Entwicklung eines Performance Management Systems eingesetzt habe. Ein abstraktes und komplexes Thema, das mit dem LSP schnell greifbar und konkret wurde. Besonders wertvoll war das Feedback der Teilnehmenden, das ich direkt in die Weiterentwicklung des Projekts einfließen lassen kann. Das Barcamp hat mir nochmal deutlich gemacht, wie viel Potenzial in der Kombination verschiedener Methoden steckt. Deswegen möchte künftig LEGO® SERIOUS PLAY® mit Persönlichkeitsdiagnostik (LPP) verbinden und so Teams in ihrer Entwicklung und bei der Verbesserung ihrer Zusammenarbeit unterstützen. Natürlich werde ich es auch weiterhin für Change Themen verwenden und freue mich schon auf meinen nächsten Workshop! Du möchtest LEGO® SERIOUS PLAY® in deinem Team oder Unternehmen einsetzen? Dann melde dich gerne bei mir – ich freue mich auf den Austausch!

Es gibt kaum einen besseren Zeitpunkt als den Frühling, um nicht nur die eigenen vier Wände auf Vordermann zu bringen, sondern auch die inneren Muster und Gewohnheiten zu überdenken. Unsere Gewohnheiten bestimmen einen Großteil unseres Alltags und beeinflussen, wie wir unsere Zeit, Energie und Aufmerksamkeit einsetzen. Doch nicht alle Gewohnheiten, die wir uns im Laufe der Zeit aneignen, bleiben für immer hilfreich. Das bewusste Überdenken und Loslassen alter Gewohnheiten kann Raum für Neues schaffen, sondern stärkt auch unsere mentale Klarheit und fördert persönliches Wachstum. Ähnlich wie ein vollgestopfter Kleiderschrank, der uns den Blick auf die Lieblingsstücke versperrt, können alte Gewohnheiten verhindern, dass wir neue und bessere Routinen etablieren. Indem wir uns von diesen Altlasten befreien, gewinnen wir die Freiheit, unsere Ziele mit frischem Elan zu verfolgen und eine tiefere Verbindung zu unserem eigenen Potenzial zu entwickeln. In diesem Artikel zeige ich dir fünf effektive Strategien, wie du dich von alten Gewohnheiten verabschieden und Platz für Veränderungen schaffen kannst – sowohl mental als auch in deinem Alltag. 1. Selbstreflexion: Was hält dich zurück? Bevor du Veränderungen angehen kannst, ist es wichtig, die alten Muster zu erkennen. Nimm dir Zeit, um bewusst zu analysieren, welche Gewohnheiten dir nicht mehr guttun. Journaling oder ein Gespräch mit einer Vertrauensperson können dabei helfen, Klarheit zu gewinnen. 2. Visualisierung eines neuen Kapitels Stell dir vor, wie dein Leben aussehen könnte, wenn du die alte Gewohnheit loslässt. Male dir aus, welche Möglichkeiten sich dadurch eröffnen. Diese positive Visualisierung kann motivieren und dir den ersten Impuls geben, die Veränderung zu starten. 3. Setze kleine, erreichbare Ziele Gewohnheiten ändern sich nicht über Nacht. Alles auf einmal zu verändern, funktioniert nicht. Nimm dir kleine Ziele vor oder teile große Ziele in kleine, machbare Schritte auf. 4. Platz für Neues Eine neue Routine kann helfen, alte Muster zu ersetzen. Zum Beispiel kannst du negative Gedanken durch tägliche Dankbarkeitsübungen umwandeln. Jede kleine, bewusste Änderung in deinem Alltag kann langfristig große Wirkung zeigen. 5. Schaffe Platz – physisch und emotional Unordnung im Außen spiegelt oft Unordnung im Inneren wider. Durch das Aufräumen deines Umfelds kannst du auch mental Klarheit schaffen. Spende Altes, das du nicht mehr brauchst, und schaffe Platz für Neues – sowohl in deinem Zuhause als auch in deinem Kopf. Zum Schluss noch ein Gedanke: Der Frühjahrsputz für den Kopf ist kein einmaliger Prozess. Es ist eine bewusste Entscheidung, immer wieder loszulassen, was dich nicht mehr erfüllt, und Raum für Wachstum und Veränderung zu schaffen.




