Mehr Zufriedenheit mit deinem Dankbarkeitsritual
Der Arbeitstag ist vorbei, du hast unzählige Meetings hinter dir und selbst nach Feierabend noch Aufgaben erledigt. Am Ende des Tages fällst du erschöpft aufs Sofa. War das ein guter Tag? Oder fühlte er sich an wie jeder andere?
Unser Gehirn neigt dazu, sich besser an Dinge zu erinnern, die nicht so gut gelaufen sind. Vielleicht denkst du zuerst an das eine Meeting, das nicht gut lief, die Aufgabe, die du nicht abschließen konntest, oder dass du es nicht zum Sport geschafft hast. Diese negativen Gedanken können uns unzufrieden machen, weil wir den Fokus darauf legen, was hätte besser laufen können.
Natürlich zeigen uns solche Gedanken auch auf, wo wir uns weiterentwickeln können und sind deswegen hilfreich. Doch wenn wir den Tag immer mit negativen Gedanken abschließen, bewerten wir ihn insgesamt negativer. Das kann unsere Unzufriedenheit steigern, unseren Schlaf beeinträchtigen und dazu führen, dass wir uns abends gedanklich im Kreis drehen.
Deshalb kann es sinnvoll sein, ein kleines Abendritual einzuführen, das uns hilft, auch die positiven Dinge des Tages zu sehen – selbst wenn es nur Kleinigkeiten sind.
Wie könnte das aussehen?
Nimm dir jeden Abend vor dem Schlafengehen – direkt nach dem Zähneputzen – fünf Minuten Zeit, um in einem Notizbuch aufzuschreiben, wofür du an diesem Tag dankbar bist. Falls dir das anfangs schwerfällt, kannst du auch schöne Momente aufschreiben, wie zum Beispiel den leckeren Kaffee am Morgen, dass deine Lieblingskollegin aus der Elternzeit zurück ist oder dass du dir Zeit für eine Mittagspause genommen hast.
Zu Beginn ist es oft nicht leicht, auf diese kleinen Dinge zu achten, aber nach ein paar Tagen wirst du merken, dass es dir immer leichter fällt. Es ist völlig in Ordnung, wenn sich einige Dinge wiederholen. Wenn du es schaffst, einige Tage dran zu bleiben, wirst du merken, wie sich deine Stimmung verbessert. Du wirst nicht nur mit einem positiveren Gefühl einschlafen, sondern auch mit mehr Energie in den nächsten Tag starten.
Warum wirkt das?
Wenn wir bewusst Dankbarkeit empfinden, können wir gleichzeitig keine negativen Emotionen wie Wut, Trauer oder Angst spüren. Mit einer regelmäßigen Dankbarkeitspraxis trainieren wir unser Gehirn, die positiven Momente des Tages besser wahrzunehmen und unseren Fokus auf die schönen Aspekte des Lebens zu richten.
Wichtig: Das bedeutet nicht, dass negative Gefühle keinen Raum mehr haben. Es geht darum, unser Bewusstsein für das Gute im Alltag zu schärfen und so unsere Zufriedenheit zu steigern.
Sei nicht zu streng mit dir, wenn du mal einen Tag aussetzt oder es dir schwerfällt, etwas aufzuschreiben. Sei freundlich zu dir selbst und starte einfach am nächsten Tag neu.
Diese Dankbarkeitspraxis habe ich vor vielen Jahren in einem Coaching kennengelernt und seitdem erfolgreich mit vielen meiner Coachees umgesetzt. Sie ist einfach, nimmt wenig Zeit in Anspruch und hat einen großen Effekt auf das Wohlbefinden. Probiere es doch direkt aus! Alles, was du brauchst, sind fünf Minuten, ein Notizbuch und ein Stift.
Der Sommer ist da – und mit ihm eine seltene Gelegenheit: Der Kalender wird etwas leerer, Meetings werden verschoben, und das Tempo im Arbeitsalltag verlangsamt sich etwas. Für viele Führungskräfte ist das zunächst ungewohnt. Denn wer sonst im Hochleistungsmodus unterwegs ist, erlebt die plötzliche Ruhe nicht selten als Herausforderung – oder vielleicht auch als Einladung. Einladung wozu? Zum Nachdenken und Reflektieren. Und vielleicht auch zum Neuausrichten. In meiner Arbeit mit Führungskräften erlebe ich immer wieder: Die wirklich wichtigen Fragen stellen sich nicht zwischen zwei Calls oder im vollen Terminkalender. Sie tauchen auf, wenn es ruhiger wird. Und genau diesen Raum bietet der Sommer – wenn wir ihn bewusst nutzen. Warum gerade jetzt? Die Sommermonate sind nicht nur eine Zeit der Erholung, sondern auch eine Phase, in der wir mit etwas Abstand auf das erste Halbjahr blicken können. Was hat mir Energie gegeben? Was hat Kraft gekostet? Was darf sich verändern? Gerade für Menschen in Verantwortung ist es essenziell, regelmäßig innezuhalten – nicht erst, wenn der Körper oder die Psyche ein Stoppschild setzen. Der Sommer kann ein wertvoller Moment sein, um sich selbst wieder stärker in den Blick zu nehmen. Reflexionsimpulse für den Sommer Hier findest du einige Fragen, die dich in dieser Zeit begleiten können. Vielleicht nimmst du dir eine Stunde, vielleicht nur zehn Minuten – wichtig ist, dass du ehrlich mit dir selbst bist: Wo stehe ich gerade – beruflich und persönlich? • Was läuft gut? • Was kostet mich (zu viel) Energie? • Was habe ich in den letzten Monaten über mich gelernt? Was möchte ich loslassen? • Gibt es Aufgaben, Rollen oder Erwartungen, die nicht mehr zu mir passen? • Welche Routinen oder Denkweisen darf ich hinter mir lassen? Was wünsche ich mir für die zweite Jahreshälfte? • Welche Ziele sind mir wirklich wichtig? • Was möchte ich stärken – in mir, in meinem Team, in meiner Führung? Wie sorge ich für mich selbst – nicht nur im Urlaub, sondern im Alltag? • Welche kleinen Rituale tun mir gut? • Wie kann ich Pausen besser in meinen Führungsalltag integrieren? Einladung zum Austausch Diese Fragen sind ein Anfang. Vielleicht hast du eigene Wege gefunden, im Sommer innezuhalten und dich neu auszurichten. Wenn du dich dazu austauschen möchtest, teile deine Gedanken gerne auf LinkedIn oder melde dich gerne für einen persönlichen Austausch.

LEGO® SERIOUS PLAY® ist mehr als nur eine kreative Workshopmethode – es ist ein echter Gamechanger für komplexe Themen, Teamprozesse und Change-Projekte. Beim Barcamp von hello agile in Berlin durfte ich nicht nur spannende Sessions erleben, sondern auch selbst eine geben. In diesem Artikel teile ich meine wichtigsten Learnings, zeige, wie ich die Methode aktuell einsetze und wie ich sie zukünftig nutzen möchte. Was ist LEGO® SERIOUS PLAY®? LEGO® SERIOUS PLAY® (kurz: LSP) ist eine moderierte Methode zur Problemlösung, Strategieentwicklung und Teambildung. Ursprünglich von LEGO® in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen entwickelt, basiert sie auf Erkenntnissen aus Psychologie, Systemtheorie und Konstruktivismus. Die Idee: Durch das Bauen von Modellen mit LEGO®-Steinen werden Gedanken sichtbar, greifbar und diskutierbar – und das auf eine Weise, die alle Beteiligten einbezieht. Die Methode eignet sich besonders gut, um: • komplexe Themen zu strukturieren, • gemeinsame Visionen zu entwickeln, • Teamdynamiken sichtbar zu machen, • und kreative Lösungen zu fördern. Aktuell nutze ich LEGO® SERIOUS PLAY® in Workshops zu Themen wie zum Beispiel: • Change Management (z. B. Einführung neuer Arbeitskonzepte) • Führung im Tandem • Feedbackkultur und Teamreflexion • Check-ins und Energizer Was mich an der Methode begeistert? Sie ist schnell, tiefgründig und inklusiv. In kurzer Zeit entstehen greifbare Ergebnisse, eine gemeinsame Sprache und echte Aha-Momente. Meine Highlights vom LEGO® SERIOUS PLAY® Barcamp in Berlin Das Barcamp war ein echtes Feuerwerk an Inspiration. Besonders beeindruckt hat mich die Vielfalt der Teilnehmenden und Einsatzkontexte. Ich habe unter anderem Sessions besucht zu: • LEGO® SERIOUS PLAY® in Großgruppen – spannende Ansätze zur Skalierung der Methode • Interkulturelle Aspekte bei internationalen Workshops • Energizer-Formate mit der Community – direkt ausprobiert und für gut befunden! Ein persönliches Highlight war die Session zur Persönlichkeitsanalyse mit LEGO® SERIOUS PLAY®. Es war super direkt auszuprobieren, wie Persönlichkeitsmerkmale durch LSP Modelle sichtbar gemacht werden können. Das passt perfekt zu meiner eigenen Arbeit – denn ich nutze den LINC Personality Profiler (LPP) für Persönlichkeitsanalysen und sehe großes Potenzial, ihn künftig mit LEGO® SERIOUS PLAY® zu kombinieren. Meine eigene Session: Performance Management mit LEGO® SERIOUS PLAY® Ich hatte auch die Gelegenheit, selbst eine Session zu gestalten. Darin habe ich gezeigt, wie ich LEGO® SERIOUS PLAY® in der Entwicklung eines Performance Management Systems eingesetzt habe. Ein abstraktes und komplexes Thema, das mit dem LSP schnell greifbar und konkret wurde. Besonders wertvoll war das Feedback der Teilnehmenden, das ich direkt in die Weiterentwicklung des Projekts einfließen lassen kann. Das Barcamp hat mir nochmal deutlich gemacht, wie viel Potenzial in der Kombination verschiedener Methoden steckt. Deswegen möchte künftig LEGO® SERIOUS PLAY® mit Persönlichkeitsdiagnostik (LPP) verbinden und so Teams in ihrer Entwicklung und bei der Verbesserung ihrer Zusammenarbeit unterstützen. Natürlich werde ich es auch weiterhin für Change Themen verwenden und freue mich schon auf meinen nächsten Workshop! Du möchtest LEGO® SERIOUS PLAY® in deinem Team oder Unternehmen einsetzen? Dann melde dich gerne bei mir – ich freue mich auf den Austausch!

Es gibt kaum einen besseren Zeitpunkt als den Frühling, um nicht nur die eigenen vier Wände auf Vordermann zu bringen, sondern auch die inneren Muster und Gewohnheiten zu überdenken. Unsere Gewohnheiten bestimmen einen Großteil unseres Alltags und beeinflussen, wie wir unsere Zeit, Energie und Aufmerksamkeit einsetzen. Doch nicht alle Gewohnheiten, die wir uns im Laufe der Zeit aneignen, bleiben für immer hilfreich. Das bewusste Überdenken und Loslassen alter Gewohnheiten kann Raum für Neues schaffen, sondern stärkt auch unsere mentale Klarheit und fördert persönliches Wachstum. Ähnlich wie ein vollgestopfter Kleiderschrank, der uns den Blick auf die Lieblingsstücke versperrt, können alte Gewohnheiten verhindern, dass wir neue und bessere Routinen etablieren. Indem wir uns von diesen Altlasten befreien, gewinnen wir die Freiheit, unsere Ziele mit frischem Elan zu verfolgen und eine tiefere Verbindung zu unserem eigenen Potenzial zu entwickeln. In diesem Artikel zeige ich dir fünf effektive Strategien, wie du dich von alten Gewohnheiten verabschieden und Platz für Veränderungen schaffen kannst – sowohl mental als auch in deinem Alltag. 1. Selbstreflexion: Was hält dich zurück? Bevor du Veränderungen angehen kannst, ist es wichtig, die alten Muster zu erkennen. Nimm dir Zeit, um bewusst zu analysieren, welche Gewohnheiten dir nicht mehr guttun. Journaling oder ein Gespräch mit einer Vertrauensperson können dabei helfen, Klarheit zu gewinnen. 2. Visualisierung eines neuen Kapitels Stell dir vor, wie dein Leben aussehen könnte, wenn du die alte Gewohnheit loslässt. Male dir aus, welche Möglichkeiten sich dadurch eröffnen. Diese positive Visualisierung kann motivieren und dir den ersten Impuls geben, die Veränderung zu starten. 3. Setze kleine, erreichbare Ziele Gewohnheiten ändern sich nicht über Nacht. Alles auf einmal zu verändern, funktioniert nicht. Nimm dir kleine Ziele vor oder teile große Ziele in kleine, machbare Schritte auf. 4. Platz für Neues Eine neue Routine kann helfen, alte Muster zu ersetzen. Zum Beispiel kannst du negative Gedanken durch tägliche Dankbarkeitsübungen umwandeln. Jede kleine, bewusste Änderung in deinem Alltag kann langfristig große Wirkung zeigen. 5. Schaffe Platz – physisch und emotional Unordnung im Außen spiegelt oft Unordnung im Inneren wider. Durch das Aufräumen deines Umfelds kannst du auch mental Klarheit schaffen. Spende Altes, das du nicht mehr brauchst, und schaffe Platz für Neues – sowohl in deinem Zuhause als auch in deinem Kopf. Zum Schluss noch ein Gedanke: Der Frühjahrsputz für den Kopf ist kein einmaliger Prozess. Es ist eine bewusste Entscheidung, immer wieder loszulassen, was dich nicht mehr erfüllt, und Raum für Wachstum und Veränderung zu schaffen.




